Vernetzte Fertigung: Die Kante wird zum System

Mehr Varianten bei Dekoren, Materialien und Formaten sowie steigende Anforderungen an die Prozesssicherheit durch automatisierte Abläufe rücken die Kantenbearbeitung stärker in den Fokus der Fertigung. IMA Schelling zeigt, wie daraus ein durchgängiges Produktionssystem entsteht.

Im Fokus steht das Zusammenspiel von Bearbeitung, Prozessen und Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Kantenbearbeitung im Fluss


Mit steigender Losgröße-1-Fertigung nimmt die Komplexität im Kantenhandling zu. Große Magazine sowie unterschiedliche Dekore und Materialstärken führen in klassischen Prozessen zu zahlreichen manuellen Eingriffen.

Fräsen, Bohren und Nachbearbeitung gehen bei Systemen von IMA Schelling ineinander über: Werkstücke durchlaufen den Prozess ohne Umspannen, auch bei komplexen Softforming-Geometrien. Laser Edging ermöglicht eine Nullfuge zwischen Kante und Platte und verbindet optische Präzision mit technischer Beständigkeit. Flexible Anlagen verarbeiten wechselnde Formate, Materialien und Losgrößen im laufenden Betrieb. Präzise Klebstoffapplikation und integrierte Nachbearbeitung sichern eine stabile Qualität bei hoher Variantenvielfalt.

 

Kantenhandling im Systemverbund


IMA Schelling setzt im Kantenhandling auf vollautomatisierte Systeme. Sie reduzieren manuelle Eingriffe, stabilisieren Abläufe und erhöhen die Anlagenverfügbarkeit. Die Bekantung wird so zu einem stabilen Prozessbaustein innerhalb der vernetzten Fertigung. Systeme wie Siro und Carmet übernehmen den automatisierten Materialfluss und verketten die Bearbeitungsstationen innerhalb der Linie.

Die Kante wird digital

Während der Bekantung entsteht die digitale Identität des Werkstücks. An der Schmalfläche werden Informationen erfasst und eindeutig zugeordnet. Maschinen reagieren auf Echtzeitdaten und passen sich automatisch an. Damit wird wirtschaftliche Losgröße-1-Fertigung bei hoher Prozesssicherheit möglich.

End-to-End Automatisierung


Im Zusammenspiel mit automatisierten Lager-, Zuschnitt-, Kanten- und End-of-Line-Prozessen entsteht eine durchgängige Prozesskette. Die Kante ist damit Verbindungspunkt zwischen Bearbeitung, Automatisierung und Digitalisierung sowie Teil der kompletten Fertigungsarchitektur.